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MARCH FOR SCIENCE Hamburg

DEMO: 22. April 2017 - 14:00 Uhr
Rathausmarkt Hamburg

Als eine der ersten Amtshandlungen kündigte US-Präsident Donald Trump an, die staatliche Förderung von Kunst und Geisteswissenschaften rigoros zu beenden. Damit reiht er sich ein in eine ganze Reihe von republikanischen Konservativen, die versuchen liberale Kunst und Kultur in den USA dem Erdboden gleichzumachen. Schon Ronald Reagan hatte sich in den 80ern selbiges zum Ziel gesetzt.

Gestrichen werden soll die Förderung von Organisationen und Einzelprojekten aus bildender Kunst, Literatur, Theater, Musik oder Design. Ebenso sollen Bibliotheken dran glauben, wie Kultursendungen im Radio und Fernsehen und Förderprogramme im schulischen und universitären Bereich. Gefördert werden soll ausschließlich erbauliche Kunst, die dem nationalistischen Selbstverständnis der Regierung dient. Durch antiintellektuelle Verdummung, Geschichtsklitterung, religiöse Verklärung – ganz im Sinne der „alternative facts“ sollen Argumente, Wissenschaftlichkeit und Aufklärung zerstört werden. Warum? – Ein dummes Volk ist leichter zu beherrschen.

Denn: aus Universitäten, Hochschulen und aus dem Kunst- und Kulturbereich kam und kommt der größte Widerstand. Prominente SchauspielerInnen, SchriftstellerInnen und Intellektuelle wie Danny Glover, Jane Fonda und Harry Belafonte, der Regisseur Jonathan Demme und der Intellektuelle Noam Chomsky protestierten zusammen mit tausenden Studierenden schon vor der Wahl gegen das System Trump – und sie lassen sich nicht beirren:
US-amerikanische WissenschaftlerInnen, sowie freie Organisationen und Verbände, rufen zu einem „March for Science“ am 22. April 2017 auf, der sich für eine Wertschätzung von Wissenschaft und gegen die Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit (u. a. USA und Türkei) wendet.

Auch in anderen Ländern schließen sich Aktive an. Aus dem Aufruf für Hamburg:
„Kritisches Denken und fundiertes Urteilen setzt voraus, dass es verlässliche Kriterien gibt, die es erlauben, Informationen einzuordnen. Die Welt zu erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse einzuordnen ist die Aufgabe der Wissenschaft. Wenn jedoch wissenschaftlich erwiesene Tatsachen geleugnet, relativiert oder lediglich „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches oder wirtschaftliches Kapital zu schlagen, wird jedem konstruktiven Dialog die Basis entzogen. Und eine solche Entwicklung betrifft nicht nur Wissenschaftler/innen, sondern unsere Gesellschaft als Ganzes.“
22. April 2017        ̶    14:00 Uhr     ̶    Rathausmarkt Hamburg

Gehen wir demonstrieren für eine kritische und gesellschaftlich verantwortliche Wissenschaft und Kultur zur Lösung der epochalen Schlüsselprobleme, zur Schaffung friedlicher Verhältnisse und für ein ganzheitliches Bildungsverständnis von Bildung als Persönlichkeitsentwicklung zur Mündigkeit! Die Bedingungen wissenschaftlicher Tätigkeit müssen verbessert werden, statt zusammengestrichen! Für die Ausfinanzierung der Hochschulen, Demokratisierung und eine progressive Studienreform.

Mehr Informationen unter: http://marchforsciencehamburg.de/

 

Mahnwache

 

anlässlich des 78. Jahrestags der Reichspogromnacht
am Mittwoch, den 9. November 2016 von 15.30 – 17.00 Uhr
Joseph-Carlebach-Platz (Grindelhof).

 

Kubas medizinischer Internationalismus

Flyer mit Wegbeschreibung
Flyer - Kubas medizinischer Internationa
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Plakat zur Veranstaltung
Plakat - VA Kuba-Ebola.pdf
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Der kleine karibische Inselstaat ist - entgegen allen Verleumdungen, politischer und wirtschaftlicher Bekämpfung durch die großen Industrienationen und jahrhundertelanger kolonialer Ausplünderung - international beispiel- und hoffnungsgebend aktiv für die globale Gesundung der Menschheit. Mit einem staatlich organisierten, kostenlos zugänglichen, aufsuchend präventiven Gesundheitswesen gelingt nicht nur, dass in Kuba die geringste Säuglingssterblichkeit der Welt herrscht und die durchschnittliche Lebenserwartung höher ist als in den USA - es werden auch selbstverständlich dauerhaft mehrere Tausend humanistisch ausgebildete, höchstqualifizierte Ärzte in alle Regionen der Welt entsandt, um die medizinische Versorgung von Menschen zu gewährleisten, die sie sonst schlicht nicht bekämen. So entsandte Kuba auch seine eigens gebildete medizinische Eingreifbrigade als erstes Land in die jüngst von Ebola heimgesuchten afrikanischen Länder. Es waren mehr kubanische Ärzte dort aktiv als die gesamten WHO-Länder zusammen stellten. So gelang unter anderem, die Sterblichkeit an Ebola von sonst ca. 90% auf unter 70% zu reduzieren. Worin besteht das Beispielgebende des kubanischen Ansatzes? Was ist wohl möglich, wenn dieses Beispiel in Industrienationen Schule macht? Die Veranstaltung soll dazu beitragen, diese und andere Fragen konsequenzenreich zu beleuchten. Das ist sicher auch perspektivgebend für die Kampagne zur Rekommunalisierung der Krankenhäuser.

 

Kubas medizinischer Internationalismus
Vortrag und Diskussion
am Freitag, 23.09.16
um 19 Uhr
im Hörsaal Anatomie, Gebäude N 61 auf dem UKE-Gelände

AufRecht bestehen! Ratschlag zur Verteidigung sozialer Grundrechte

Ratschlag AufRecht bestehen_aktuell.pdf
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Der Arbeitskreis Kritische Sozialearbeit Hamburg, das Hamburger Netzwerk SGB II und der Flüchtlingsrat Hamburg lädt zu einem Ratschlag ein, auf den wir euch aufmerksam machen wollen:

"Politische und soziale Grundrechte, wie sie seit 50 Jahren in der UN Grundrechte-Charta verankert sind, gelten im Selbstverständnis unserer modernen Gesellschaft als garantiert. Dennoch wird die Inanspruchnahme sozialer Rechte politisch zunehmend an Bedingungen und Pflichten geknüpft. Die Forderung, dass Menschen, die sozialstaatliche Hilfe und Leistungen in Anspruch nehmen, sich im Rahmen disziplinarischer und  autoritärer Normen bewähren sollen, mutiert zum gesellschaftlichen Konsens. Hierzu einige Beispiele:

  • Wer auf Hartz IV angewiesen ist, muss sich zu jeder vom Amt verordneten Arbeit bereitfinden, ist von der Streichung des Existenzminimum bedroht oder darf ohne die Einwilligung vom Amt nicht von zu Hause ausziehen.
  • Wer als Jugendliche_r in die Heimerziehung kommt, hat sich oft einem Reglement zu unterwerfen, das soziale Kontakte und Ausgangszeiten einschränkt. Mangelnde Anpassung gilt als nicht zu tolerierender  Widerstand, der gebrochen werden muss.
  • Wer Drogen gebraucht und auf alltägliche Überlebenshilfe angewiesen ist, bekommt diese häufig nur, wenn er oder sie Entzugswilligkeit zeigt oder vortäuscht.
  • Wer in der Psychatrie auf qualifizierte therapeutische Hilfe hofft, muss sich damit abfinden, eher mit Medikamenten ruhig gestellt zu werden, weil das Personal fehlt.
  • Wer als Geflüchtete_r aus dem falschen Land kommt, muss damit rechnen als Wirtschaftsflüchtling stigmatisiert, von Sozialleistungen ausgeschlossen und zur „freiwilligen“ Ausreise gedrängt zu werden.


Gegen die Aushöhlung bürgerlicher und sozialer Grundrechte und die Akzeptanz repressiver pädagogischer Konzepte in der Verwaltungspraxis wie in der Sozialen Arbeit müssen wir für ein emanzipatorisches
Menschenbild, humane Werte und soziales Fachwissen eintreten.


Der Ratschlag lädt alle sozialpolitisch Interessierten und Aktiven ein, sich über die Situation in den verschiedenen sozialen Bereichen auszutauschen und politische Handlungsmöglichkeiten auszuloten.
Nach kurzen Inputs aus den Bereichen SGB II, Jugendhilfe, Flucht und Migration, Drogenhilfe und Psychiatrie werden wir in themenübergreifende Gruppen die Analysen und Forderungen diskutieren. Diese können wir dann am Tag darauf gemeinsam laut und bunt auf die Straße tragen.

Ratschlag:

Zeit: Am Mittwoch, den 13.04.2016, von 17.00 bis 21.00 Uhr

Ort: Cafeteria der Stadtteilschule St. Pauli, Bernhard-Nocht-Str. 12 Veranstalter_innen: Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit Hamburg; Hamburger Netzwerk SGB II; Flüchtlingsrat Hamburg

            Für einen Abendimbiss wird gesorgt.
            Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


            Kundgebung und Straßen Aktion:

            Do, 14.4.16 um 17 Uhr, Ida-Ehre-Platz / Mönckebergstrasse

            Wir rufen zur zahlreichen Teilnahme auf!"

Semesterabschlussfeier



Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sieht sich in der Verpflichtung, in ihrem
wissenschaftlichen und didaktischen Wirken und Verwaltungshandeln gesellschaftliche Verantwortung
zu übernehmen und sich in Lehre, Forschung und Weiterbildung nachhaltig für die friedliche
soziale, politische, technische, ökologische und ökonomische Entwicklung der Gesellschaft einzusetzen.
Forschung, Lehre und Studium an der HAW Hamburg sind friedlichen Zielen verpflichtet.
„Zivilklausel“-Beschluss des Hochschulsenat der HAW Hamburg vom 12.11.2015

Das Wintersemester 2015/16 geht zu ende. Wir finden, dass dieses Semester viel bewegt wurde: Von der Abwahl einer undemokratisch agierenden Hochschulpräsidentin und einem zu oft gegen die Hochschulmitglieder arbeitenden Kanzler, dem Beschluss einer Zivil - und Antidiskriminierungs Klausel in der Grundordnung der Hochschule, bis hin zu der bei allen Schwierigkeiten erfolgreichen Wahl zum Studierendenparlament.
Oft geht es im (Studien-)Alltag und dem Vielen was anliegt unter, sich die gemeinsamen Erfolge und Errungenschaften, die neu geschaffenen Möglichkeiten, auf denen wir im neuen Semester anknüpfen können, bewusst zu machen und diese zusammen zu feiern!

Desswegen laden wir alle zur Semesterabschlussfeier ein:
Donnerstag, 28.01.16, ab 18:00 Uhr
Alexanderstraße 1, Kontrabar (R. 0.15)
Zu Beginn wollen wir den Film "Pappa Ante Portas" von Loriot gucken
Danach: Musik & Tanz

Wir wollen feiern:

Hochschulen für den Frieden: Zivilklausel!
Im November hat der Hochschulsenat (höchstes demokratisches Gremium der akademischen Selbstverwaltung der Hochschule) eine Zivil- und Solidaritätsklausel für die Präambel der Grundordnung der HAW beschlossen. Darin wird die gesellschaftliche Verantwortung der HAW für eine positive gesellschaftliche Entwicklung betont, sowie sich gegen Rassismus und Diskriminierung positioniert.
Diese Kriterien als Leitsatz der Aktivitäten der Hochschulmitglieder weisen darauf hin, wie wichtig es ist, dass (und wie) Hochschulen sich innerhalb gesellschaftlicher Auseinandersetzungen positionieren – gerade in der aktuellen Weltlage.

Parteiliche Wissenschaft: Solidarität mit Geflüchteten! & Etwas Besseres als Olympia!
In diesem Sinne wurde sich von etlichen Stellen der Hochschule in die Flüchtlingspolitik eingemischt und aus den Wissenschaften Partei ergriffen für die vor Krieg und Armut geflüchteten Menschen.
Auch in der Auseinandersetzung um die Austragung der Olympischen Spiele in Hamburg trugen die aufklärenden Aktivitäten aus den Hochschulen einiges dazu bei, dass – trotz der intensiv unternommenen medial unterstützten Eingemeindungs-Kampagnen - die richtige Entscheidung getroffen wurde: Dass etwas ganz anderes anliegt als so ein auf Geschäfte abzielenes Großprojekt!
Hochschulen, das heißt alle in ihr Tätigen (ob in der Forschung, oder in den Seminaren), haben hohe Bedeutung aufklärend zu wirken: Gegen alle Lügen und Verklärungen, wie Fremdenfeindlichkeit, Meinungsmobilisierung zu Kriegen etc. die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Kritische Bildung statt Bulimielernen!
Ein Beispiel für eine solche Parxis an den Hochschulen ist die Projektwoche an unserem Department. In dieser gingen wir z.B. Fragen nach wie:
Was sind die Grundzüge eines (humanitären) Ausländerrechts? Worin besteht die Entfremdung in unserer Gesellschaft? Kann eine Antidiskriminierungspädagogik innerhalb Konkurrenzhafter gesellschaftlichen Strukturen gelingen? Wie müssen die stationäre Erziehungshilfen in Hamburg weiter entwickelt werden?
Diesen (und weiteren) gesellschaftlichen Herausforderungen stellten wir uns in den zahlreichen Veranstaltungen – hier wird deutlich, welches Potential im Studium stecken kann, wenn es von Restriktionen befreit wird. Diesen Fragestellungen mit genügend Zeit näher nachgehen, statt uns von Creditpoints, Klausuren und Noten treiben zu lassen. Raus aus dem Trott des BA/MA- Hamsterrades!

Demokratie statt Hierarchie
Damit diese Entwicklungstendenz an der HAW von uns weiter ausgebaut werden kann, sind noch einige Hürden zu überwinden.
Dies gelingt nur in einer demokratisch organisierten Hochschule, der alle Mitglieder zusammen ermöglicht, sich an den Entwicklungen zu beteiligen. Das Widerspricht der Haltung, dass Hochschulen Unternehmen seien und entsprechend samt ihrer Mitglieder von Oben gemanagt werden müssten. Für eine solche gegen die Interessen der Mitglieder gerichtetes Agieren mussten die ehem. Präsidentin und Kanzler die Hochschule verlassen. Diese Entscheidung des Hochschulsenat ist ein in neuer Qualität gesetztes Statement für gelebte Demokratie.
Auch die Wahl des neuen Studierendenparlaments in der Verfassten Studierendenschaft unterstreicht dies und schafft für die Studierenden neue Möglichkeit, wieder bedeutender Akteur in den Auseinandersetzungen an den Hochschulen, der Stadt und darüber hinaus zu werden. Dies gilt es jetzt weiter zu verfolgen, u.a. bei der AStA Wahl.

Im Lichte dieser Entwicklungen stehen auch die aktuelle Fragestellungen, an denen Mitglieder des Departments zusammen arbeiten:

  • Wie stellen wir uns die Begrüßung neuer Studierenden vor und was wollen wir in diesem Sinne an der OE ändern?
  • Wie soll das neue demokratische Entscheidungsgremium auf der Departmentebene („Departmentrat“) ausgestaltet sein?
  • Welche Bedeutung hat die beschlossene Zivilklausel der HAW für unser Department?
  • Wie gelingt es, die vielen Aktivitäten zur Lage der Flüchtlinge mehr zusammen zu bringen und welche Konsequenzen hat die Situation auf unser Studium?
  • Wie können wir die prekäre Situation des Studiuminternen Praktikums ändern?


Alle sind eingeladen sich daran zu beteiligen, der FSR kann für dieses Engagement ein Organisationspunkt sein.

Öffentlich statt Privat: Kein Profit mit Hamburgs Krankenhäusern!

1. Fachtagung zur Rekommunalisierung des Hamburger Landesbetriebs Krankenhäuser


Freitag, 13. November 2015
Hamburger Rathaus (Bürgersaal)
10:30 - 16:00 Uhr

u.a. mit VertreterInnen von attac, Die LINKE, Personalvertretungen (ver.di), Interessenverband Kommunaler Krankenhäuser

Gesundheit ist ein hohes Gut des Menschen, das laut der UN-Gesundheitsorganisation (WHO) als „Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen“ definiert wird. Sie ist wichtig für gesellschaftliche Teilhabe, sie ist ein Menschenrecht.

Aus dem Gesundheitswesen ist aber schon lange ein Markt gemacht worden, auf dem private Krankenhauskonzerne (ebenso die Pharma- und Geräteindustrie) ein Geschäft mit der Krankheit von Menschen machen und dabei auch über Leichen gehen.

In Hamburg wurde im Jahre 2004 von der CDU-FDP-Schill-Regierung der damalige Landesbetrieb Krankenhäuser (und damit der Großteil der klinischen Versorgungsstruktur) an Asklepios verhökert – gegen den Willen und Widerstand der Bevölkerung: 77% stimmten in einem Volksentscheid gegen den Ausverkauf.

Die Folgen sind für alle katastrophal: Die Krankenhausbeschäftigten werden krank und die Patientinnen und Patienten nicht gesünder. Explodierende Fallzahlen; immer weniger und schlechter bezahltes, auf 5-Minuten-Medizin und Quotenerfüllung getrimmtes Personal; „blutige“ Entlassungen; massive Zunahme gewinnbringender, aber unnötiger Eingriffe; wachsendes Infektionsrisiko, usw. gehören zum Geschäft.

Wie schädlich und katastrophal desorganisiert ein marktförmiges Gesundheitswesen ist, wird nun besonders drastisch durch die Lage der Geflüchteten deutlich, deren (selbst mitunter notfallmäßige) Versorgung schlichtweg nicht stattfände, würden nicht vielerlei engagierte Akteure das Fehlen verlässlicher öffentlicher Strukturen stetig kompensieren.

Die Erkenntnis reift: Damit der Mensch gesund wird, muss die Versorgung nach dem tatsächlichen menschlichen Bedarf ausgerichtet werden, nicht nach dem Profit! Daher muss die Gesundheitsversorgung den Geschäftemachern entzogen und in öffentliches Eigentum und demokratische Kontrolle überführt werden.
Nur so können die medizinischen Herausforderungen der Gegenwart angenommen, Krankheiten am Entstehen gehindert und eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung verwirklicht werden. Gesundheit ist für alle möglich, ebenso die strukturelle, präventive Reduzierung von – auch bisher für unheilbar erklärten – Krankheiten. Dafür muss Gesundheit allen zugänglich sein, muss der Mensch als soziales Wesen mit Interessen und Bedürfnissen ernstgenommen und auf gleicher Augenhöhe angesprochen werden. Das ist konkreter Sinn und inhaltliche Richtung der Rekommunalisierung der Krankenhäuser.


Bei der Tagung sollen deshalb mit engagierten Fachleuten und allen Interessierten Schritte in Richtung Rekommunalisierung in Hamburg diskutiert, und so auch zur Bildung eines Bündnisses beigetragen werden.

Dazu sind alle herzlich eingeladen.

Programm:

10:30 Uhr Anmelden, Kaffee

11:00 Uhr Begrüßung

Kristian Glaser (Landesvorstand LINKE Hamburg)

Dora Heyenn (LINKE, Mitglied d. Hamb. Bürgerschaft, fraktionslos)

Teil 1 – Analyse und Grundsätzliches zur Entwicklung des
Gesundheitssystems bzw. der Krankenhäuser (Daseinsvorsorge, Sozialstaat, Kommerzialisierung/Ökonomisierung, Gesundheit/ Krankheit)

11:20 Uhr Krankenhäuser als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge
Referent: Manfred Fiedler (attac)

11:50 Uhr Die Besonderheit von Gesundheit und Krankheit im gesellschaftlichen Kontext
Referentin: Dr. Marianne Linke (Sozialministerin a.D. Meck.-Vorpommern, MdB, LINKE)

12:10 Uhr Rekommunalisierung und Tarifbewegung für mehr Personal: (Wie) geht das zusammen?
Referent: N.N. (Gewerkschaft/ver.di)

12:30 Uhr Diskussion zum Teil 1

13:00 Uhr Mittagspause

Teil 2 – Strategien, Perspektiven und konkrete Schritte (Vorstellung der
Kampagnenideen, Verbindung parlamentarisch – außerparlamentarisch/ betrieblich)

14:00 Uhr Kampf um das Öffentliche: Was können wir parlamentarisch und
außerparlamentarisch gegen Wettbewerb, Kostendruck und Kommerzialisierung im Krankenhaus tun?
Referent: Harald Weinberg (Mitglied des Bundestages, LINKE)

14:30 Uhr Ansätze und Perspektiven für eine Rekommunalisierung des Hamburger Landeskrankenhausbetriebs
Referent: Rachid Messaoudi (AG Gesundheit, LINKE Hamburg)

15:20 Uhr Offene Podiumsdiskussion mit den ReferentInnen
Moderation: Dr. Anne Urschll (AG Gesundheit, LINKE Hamburg)

ca.16:00 Uhr Ende der Veranstaltung



(N)Olympia – Etwas Besseres als Olympia


Forschendes Lernen ist Lernen in der Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen unserer Zeit:
Am 29.11. ist die Hamburger Bevölkerung aufgerufen, abzustimmen, ob sich Hamburg für die Olympischen Spiele 2024 bewerben soll. Wie an den vergangenen Olympia-“Events“ deutlich wurde, erwarten uns: Milliarden Kosten und Profite für Coca Cola, McDonalds und Co., Mietensteigerung, unvernünftige Infrastrukturprojekte, Leistungswahn und Aufrüstung des Sicherheitsapparates.


Stattdessen benötigen die öffentlichen Bereiche in Sozialem, Kultur, Gesundheit, Bildung und Infrastruktur opulente Ausgaben, um die städtischen Bedarfe zu erfüllen und eine menschenwürdige Lebensperspektive für alle zu realisieren.


Um diesen Widerspruch zu verdecken, werden seit Monaten Millionen für eine Pro-Olympia-Kampagne missbraucht, die nicht der Mehrheit der Bevölkerung dient, sondern einer kleinen Clique aus Handelskammer, korrupten PolitikerInnen und journalistischen LohnschreiberInnen, die daran verdienen wollen.


Die Hamburger Hochschulen sind aufgerufen, sich zu Olympia zu positionieren. Das wollen wir tun: Wir wollen eine gemeinsame Position diskutieren und weitere Konsequenzen in Form von Aktivitäten, Veranstaltungen und Publikationen vereinbaren, um etwas Besseres als Olympia zu verwirklichen.

 

Veranstaltung im Rahmen des Hochschultages der HAW Hamburg

am 14.10.15
Zeit: 09:30 - 12:00 Uhr
Raum: Kontrabar, Alexanderstraße 1, R0.15

Etwas Besseres als Olympia

Die Olympischen Idee war, in der Begegnung von Sportlern aus aller Welt, zu Frieden und internationaler Verständigung beizutragen und damit die Überwindung nationaler Egoismen zu fördern. Fairness und nicht Höchstleistung sollte im Vordergrund stehen. Was ist von diesem Leitgedanken heute übrig?

Die Olympischen Spiele der letzten Jahrzehnte zeigen das Gegenteil: Nationenkonkurrenz und Medaillenspiegel rücken in den Vordergrund,_Militär und Sicherheitsapparat werden aufgefahren, um eine_Eliteveranstaltung von gesundheitsschädlich übertrainierten, oft gedopten Berufssportlern mit viel Show und Brimborium „abzusichern“.
Während die Konsequenzen der geführten Kriege und die wachsende soziale Ungleichheit in der Welt aktuell besonders deutlich werden, soll statt ihnen sinnvoll zu begegnen alles in einen glitzernden Schleier des Verdrängens gehüllt werden.

"Baustellen" gibt es dabei genügend: Mit der „Schuldenbremse“ als Begründung hat der Senat im Bündnis mit Handelskammer und Konzernen seit Jahren Hamburgs Infrastruktur sowie den Sozialen Sektor verfallen lassen. Jetzt wird von den entsprechenden Akteuren gelockt, in dem versprochen wird z.B. die dringend benötigten Wohnungen, Sportstätten und neue Straßen im Zuge der Olympischen Spielen zu bauen. Warum dies nur mit Olympia möglich sein soll, bleibt fragwürdig. Zudem ist aus den Erfahrungen der vergangenen Olympiaden  bekannt, dass sich die Ausrichtung der Spiele schädlich auf die soziale Entwicklung der Stadt auswirkt: Lebenserhaltungskosten und Mieten steigen erheblich und Menschen mit wenig Geld werden verdrängt.

Gegen diese Pläne hat sich erheblicher Widerstand aus der Bevölkerung organisiert,  um die Gründe aufzuzeigen, warum die Stadt etwas Besseres als Olympia braucht - das Geld ist offensichtlich da.
Aber warum will der Senat gegen die Interessen der Hamburger Bevölkerung Milliarden an Steuergeldern für Olympia ausgeben, die bisher für eine soziale_Stadtentwicklung zurückgehalten wurden – etwa für die Sanierung von Turnhallen und Schwimmbädern, die bedarfs­gerechte Ausstattung von Hoch­schu­len und Schulen, den sozialen Wohnungs­bau, den Aus­bau des öffent­lichen Personen­nahverkehr (HVV) und die menschen­würdige Unterstützung von Menschen auf der Flucht oder die sonst gesellschaftlich ausgegrenzt werden?
Warum haben München, Boston, Oslo und andere Städte es vorgezogen, dass Olympia bei ihnen nicht stattfindet?
Wer profitiert von Olympischen Spielen (in Hamburg)?
Und welche Rolle können wir als Mitglieder der Hochschule einnehmen, um etwas Besseres als Olympia zu realisieren?


Diesen und anderen Fragen wollen wir zusammen mit einem Referenten des Nolympia Bündnisses
nachgehen und dabei die sozialen Aspekte rund um die Olympischen Spiele beleuchten.


Etwas Besseres als Olympia!

Informations-und Diskussionsveranstaltung
Mittwoch,  23.09.15, 18.00 Uhr in der Kontrabar (R.0.15)

Solidarität mit der griechischen Bevölkerung:                    Zwischen Austeritätsdiktat und solidarischem Aufbruch

Flugblatt zur Veranstaltung
SolidaritätmitGriechenland.pdf
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Do., 25. Juni 15, 19 Uhr
Ort: Barmbek Basch, Wohldorfer Straße 30, HH(U- Dehnhaide)

Referenten:
Ioannis Stathas (SYRIZA, Mitglied des griechischen Parlaments)
Gabriele Heinecke (Juristin, AK Distomo) zur Entschädigung
Rolf Becker (Schauspieler) zu sozialen Bewegungen (angefragt)


Nachdem die neue griechische Regierung die Frage der Kriegsentschädigungen wieder auf die Tagesordnung gesetzt hat, sind in der hiesigen Presse vermehrt Meldungen über die angeblich 'faulen' und 'gierigen' Griechen zu finden. Diese Hetze soll ablenken:
70 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus sind die Verheerungen, die die Truppen des faschistischen Deutschen Reichs während der vierjährigen Besatzung Griechenlands angerichtet haben, immer noch ungesühnt. Im Interesse des deutschen Kapitals wurden damals in riesigem Ausmaß Rohstoffe und Industrieanlagen geraubt und dem griechischen Staat eine Zwangsanleihe abgepresst. Die direkte Folge war eine schwere Hungernot im Herbst und Winter 1941/42 bei der fast eine halbe Millionen Menschen starben. Darüber hinaus wurden von deutschen Faschisten in ganz Griechenland Massaker an der Zivilbevölkerung verübt, so etwa 1944 in dem Ort Distomo. Für diese Verbrechen wurden vom Rechtsnachfolger des Deutschen Reichs und den Konzernen, die damals von den Raubzügen profitierten, nie Entschädigungen geleistet. Die griechischen Regierungen haben sich immer wieder für die Begleichung der deutschen Reparationsschulden eingesetzt – aber weitgehend erfolglos. Von einer griechischen Kommission wurden die bestehenden Schulden im April auf 278 Mrd. Euro beziffert.

Schulden müssen bezahlt werden!?
Wie verlogen die Diskussion um die gegenwärtigen Schulden Griechenlands ist, wird angesichts der Dreistigkeit mit der durch das Auswärtige Amt über Jahrzehnte das Begleichen der Kriegsschulden verhindert wurde, besonders deutlich.
Infolge der so genannten Bankenkrise der Jahre 2007ff. geriet Griechenland unter das Diktat der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF und wurde zum Testfeld für die Zerstörung des Sozialstaats. Die privaten Gläubiger (deutsche, französische u.a. Banken) wurden „gerettet“ und es fand eine massive Umschuldung hin zu den öffentlichen Gläubigern und damit eine verstärkte Belastung der Bevölkerung statt. Gleichzeitig wurde mit Unterstützung der griechischen Eliten eine neoliberale Politik durchgesetzt, die massive Zerstörungen zur Folge hatte: So kollabierte das öffentliche Gesundheitswesen, ein Drittel der Menschen ist derzeit nicht krankenversichert, mehr als die Hälfte der Krankenhäuser wurden geschlossen, die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei ~60 %. Die Selbstmordrate und die Säuglingssterblichkeit sind signifikant angestiegen.
Gegen diese Krisenpolitik wurde in den vergangenen Jahren von der griechischen Bevölkerung in außerparlamentarischen Bewegungen breiter Widerstand organisiert (Generalstreiks, Besetzung öffentlicher Plätze, Fabrikübernahmen unter ArbeiterInnenkontrolle (VIOME) etc.) und mit der Gründung von solidarischen Gesundheitseinrichtungen die soziale Not selbstorganisiert bekämpft.

Solidarischer Aufbruch
Mit dem Wahlerfolg des linken SYRIZA-Bündnisses hat diese Opposition gegen die neoliberalen Verhältnisse auch Eingang ins griechische Parlament gefunden. Es konnten auf diesem Weg bereits einige Erfolge errungen werden, so etwa ein Armutsbekämpfungsprogramm mit kostenloser Stromversorgung und Essensausgabe sowie Mietunterstützung und die Schließung einiger der schlimmsten Auffanglager für Geflüchtete.
Die Härte und Kompromisslosigkeit mit der von der Mehrheit der EU-Staaten gegen die Bestrebungen von SYRIZA reagiert wird, zeigt, dass die neoliberale Hegemonie in Griechenland angekratzt wurde. Um diese Kämpfe zu vertiefen, müssen wir hier (im Kern des EU-Imperialismus) die gescheiterte Austeritätspolitik angreifen und beseitigen, das ist gelebte Internationale Solidarität. Die Sühne der Verbrechen des (deutschen) Kapitals an der griechischen Bevölkerung wäre ein entscheidender Schritt.
Mit dieser Veranstaltung wollen wir über die reale Situation in Griechenland aufklären, gemeinsam von den sozialen Bewegungen lernen und diskutieren, wie wir sie unterstützen können.

Veranstalter: VVN BdA-Hamburg Nord, AG Antifa / Gegen Rechts LINKE Hamburg

Unterstützer: ver.di Jugend Hamburg, ver.di AntiRa, Hamburger Bündnis gegen Rechts, Barmbeker Ini gegen Rechts, Gedenkstätte Ernst Thälmann, Deutscher Freidenker-Verband Landesverband Nord e.V., Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V., Verein Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik e.V., MC Kuhle Wampe, Willi-Bredel-Gesellschaft

 

Aufruf der LandesAstenKonferenz:


Hochschulen haben den Auftrag für die positive Entwicklung der Menschheit tätig zu sein! Denn »der Hochschulbetrieb ist [als antifaschistische Konsequenz] nur soweit gerechtfertigt, als er Dienst am Menschen bleibt.« (»Blaues Gutachten« zur Hochschulreform, 1948). In Solidarität gelingt dieser Auftrag durch kritisch-eingreifende Wissenschaft, emanzipatorische Studienreform und demokratische Hochschulentwicklung.
Alle, die dafür eintreten, bilden die Alternative zu Verwertungszwängen und Entfremdung der »unternehmerischen Hochschule«. Durch bedarfsgemäße Finanzierung, (Re-)Demokratisierung und Abschaffung
aller Konkurrenz schürenden Instrumente können die Hochschulen stärker durch Forschung, Lehre und Bildung zur Schaffung sozialer Gleichheit, ökologischer Nachhaltigkeit und Frieden beitragen.
Die aktuelle humanitäre Krise, die perspektivlos in der Zuspitzung des profitgetriebenen Gegeneinander besteht, zeigt deutlich die Bedeutung von Bildung für die gesellschaftliche Entwicklung. Denn für echte Problemlösung und eine befreiende Entwicklung sind mündige Menschen unerlässlich. Bildung ist kritische
Aneignung der Welt in ihrer widersprüchlichen Geschichte und Gegenwart, um als verantwortliche Persönlichkeiten die humane Entwicklung der Gesellschaft mitzugestalten. Davon sollen uns die aktuell katastrophalen Bedingungen, unter den Bildung stattfindet, abhalten. Exemplarisch hierfür stehen: Prüfungen und Androhung der Zwangsexmatrikulation, begrenzte Studien- und Seminarplätze, fehlende Master-Plätze und der damit gewollten Konkurrenz unter Studierenden ab dem 1.Semester. Diese Instrumente sind nicht auf wissenschaftliche Erkenntnis oder selbstständiges, kritisches Denken gerichtet, sondern auf Aussieben und Konformität. Sie führen zu einem verschärften Gegeneinander und dem Druck als Individuum damit allein klarkommen zu müssen. Das macht Menschen kaputt.
Deswegen sollten wir uns nicht mehr gegenseitig suggerieren, wer es nicht schaffe, sei ein Versager und selber schuld, sondern im Austausch als Gleiche uns über unsere Bedürfnisse und Ansprüche verständigen.
Wissenschaft als solidarische Angelegenheit trägt so zur Entfaltung des Menschen bei.


Nehmen wir es in die Hand:

am Mittwoch, den 17. Juni 2015, um 18 Uhr als Demonstration ab Hauptbahnhof zum Uni-Campus: Solidarität statt Konkurrenz!
Lernfabriken ... meutern!


60 Tage nach dem Senatsantritt von SPD und Grün bekräftigen wir unsere Ansprüche und treten ein für:


  • Paritätische, demokratische und entscheidungsbefugte Gremien auf allen Ebenen und Abschaffung des Hochschulrats durch eine erneute Novelle des Hamburgischen Hochschulgesetzes (HmbHG)
  • Masterplätze für Alle durch die kombinierte Zulassung, Aufstockung der Studienplätze in Bachelor und Master und die sofortige Umsetzung als ersten Schritt der sog. »Experimentierklausel« für die kombinierte Zulassung in den Lehramtsstudiengängen und der Psychologie
  • Menschliche Arbeitsbedingung für alle Beschäftigten durch die Entprekarisierung und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, wie sofort durch Ausfinanzierung des Code of Conducts
  • Die Ausfinanzierung der Hochschulen, angefangen durch BAföG-Millionen und die Überwindung des Drittmittelwahns, zur Ermöglichung von ziviler Wissenschaft im Dienst der Allgemeinheit


Mit dem Eintreten für demokratische Hochschulen für die Allgemeinheit, ein gesamt solidarisches Bildungssystem und bessere Arbeitsbedingung wirken wir mit allen solidarisch, die für die soziale, kulturelle und demokratische Teilhabe aller Menschen und damit die Überwindung von Partikularinteressen
streiten.

Demo_Lernfabriken_meutern.pdf
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Konzepttag am 09.06.15, 13 Uhr

Liebe Studierende,


das letzte Semester war ein sehr bewegtes und bewegendes. Gemeinsam als Studierende und Lehrende haben wir in einem neuen Bündnis mit Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen (nicht zuletzt in der Projektwoche) eine neue Kultur der Verständigung begonnen. 

Unter anderem im Engagement gegen die Kürzungen, im Streit um eine umwälzende Studienreform, die auch die Abschaffung der 3er-Prüfungsregelung beinhaltet und in der Frage nach dem Menschenbild in Bezug auf Harz 4 haben wir im vergangenen Semester gemeinsam neue Maßstäbe gesetzt.

Wir wollen als FSR entgegen der Elendsverwaltung in den sozialen Berufen gemeinsam mit den Menschen eine Alternative realisieren, die von einer wirklichen Gleichheit der Menschen ausgeht. Dies zu verwirklichen bedarf es eines Austauschs, Transparenz und demokratischer Strukturen, die wir im Fachbereich erweitern wollen.

Als Organisierungsmöglichkeit der Studierenden auf Fachbereichsebene haben wir als FSR in diesen Auseinandersetzungen große Wirkungsmöglichkeiten. Zusammen mit anderen Organen der Verfassten Studierendenschaft (AStA, StuPa) und mit der Akademischen Selbstverwaltung (neuerdings auch mit dem neu eingerichteten Departmentrat) wollen wir diesen Aufbruch fortsetzen. Um diese Vorhaben zu diskutieren und hin auf die Neuwahl des FSRs veranstalten wir einen Konzepttag. Dazu laden wir alle Studierenden der Studiengänge Soziale Arbeit und Bildung und Erziehung in der Kindheit ein, sich daran zu beteiligen, eigene Ideen einzubringen und für eine kritisch aktive Fachschaftsratarbeit einzugreifen. Gemeinsam schaffen wir gegen die Enge des Paukens ein lebendiges und gesellschaftlich verantwortliches Studium.


Der Konzepttag ist am 09.06.2015um 13:00 Uhr in der Kontrabar


Wir wollen ausgehend von Tucholskys Text „Ich will Student sein“ die letzte Amtsperiode des FSRs reflektieren und die aktuelle Lage an der HAW einschätzen. Wo stehen wir und was sind weitere Herausforderungen? Darauf aufbauend wollen wir das FSR-Konzept weiterentwickeln und gemeinsam die Vollversammung (VV) zur FSR-Neuwahl, sowie dafür Plakate planen und entwerfen.

Hier findet ihr unser Konzept, mit dem wir im SoSe14 zur Wahl angetreten sind.


TOP-Liste:


- Beginn mit dem Text „Ich will Student sein“ von Kurt Tucholsky

- davon ausgehend Lageeinschätzung und Reflexion letzte Amtsperiode

- Weiterentwicklung des Konzeptes und Vorhaben, Veranstaltungen und Aktivitäten

- Planung der VV und Plakate dafür

Demonstration und Vollversammlung

Für die Ausfinanzierung der Hochschulen

zur positiven Entwicklung der Gesellschaft

Die Hamburger Hochschulen sind Einrichtungen dieser Stadt für die Bevölkerung. Sie wollen mit ihrer Arbeit zu einer friedlichen, sozialen, demokratischen, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Sie haben die Aufgabe, wissenschaftlich die Welt zu durchdringen, die aktuellen Verhältnisse in ihrer historischen Entstehung kritisch zu reflektieren. Daraus müssen Lösungsansätze und Alternativen zum Status quo erarbeitet und im Sinne der Allgemeinheit gesellschaftlich durchgesetzt werden. Die Wahrnehmung dieser Verantwortung muss ausgeweitet werden (können).



Dagegen richtet sich die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen, sowie die aktuelle Politik des Hamburger Senats. Diese besteht darin:

• Die forcierte Ausrichtung der Hochschulen auf Wirtschaftscluster durch das „Strategiepapier“ des Senats gegen den Willen und die Verantwortung der Hochschulen.
• Ein für die Demokratisierung der Hochschulen unzureichendes Hochschulgesetz, trotz der Novelle vom 8.7.2014.
• Verschleppung der notwendigen Baumaßnahmen.
• Von den „BAföG-Millionen“ geht kein Cent an die Hochschulen.

Die Mitglieder der Hochschulen nehmen diese Ärgernisse zum Anlass, die öffentliche Auseinandersetzung und den Protest für grundlegende Verbesserungen für Bildung und Wissenschaft in Studium, Lehre und Forschung gegen die jahrzehntelange Unterfinanzierung und für die bedarfsgemäße Ausfinanzierung zu intensivieren.

Auch mit Blick auf die Haushaltslesungen in der Bürgerschaft gehen wir als Mitglieder aller Hamburger Hochschulen am Dienstag, den 09.12.2014, ab 14 Uhr gemeinsam auf die Straße,um einzutreten für:

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• Eine demokratische statt unternehmerische Hochschule
u.a. durch demokratische Gremien auf allen Ebenen und Abschaffung des Hochschulrats.
• Emanzipatorische Bildung statt Erziehung zu Konformität
u.a. durch problemorientiertes, kritisches Projektstudium und forschendes Lernen.
• Kooperatives Lernen statt Paukerei unter Konkurrenzdruck u.a. durch Masterplätze für Alle und Verringerung der Prüfungsdichte.
• Verantwortungsvolle Wissenschaft statt verordneter inhaltlicher und kultureller Unterwerfung unter Drittmittel u.a. durch Grundfinanzierung und Orientierung an der Lösung epochaler Schlüsselprobleme.
• Soziale Perspektive statt sozialer Not u.a. durch Beseitigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse mit Entfristung und Lohnerhöhung.
• Solide Gebäude statt Ruinen u.a. durch bedarfsgerechte Sanierung und Ausbau der Gebäude.
• Kritische Kultur statt Kommerz-Orientierung u.a. durch öffentliche Förderung der wissenschaftlich-kulturellen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen.
• Bedarfsgemäße Ausfinanzierung statt konkurrenzschürende Unterfinanzierung u.a. durch staatliche Mehrausgaben und Umverteilung von oben nach unten.
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Die aktuelle Politik des Kürzungswahns, zumal in einer der reichsten Städte der Welt, ist zum großen Schaden von Bildung und Wissenschaft. Damit schadet sie allen Menschen, denn sie schränkt die Hamburger Hochschulen darin ein, ihrer Aufgabe gerecht zu werden, durch Bildung, Wissenschaft und Kultur einer positiven Entwicklung der Gesellschaft zu dienen. Das wollen wir ändern!


Vollversammlung
Dienstag, 09.12.14, 12:00 Uhr in der Aula, Berliner Tor 21


Eingeladen sind alle Mitglieder der Hochschule
 
Im Anschluss wollen wir zusammen zur Demonstration gehen:

Demonstration als Sternmarsch

14 Uhr Campus Berliner Tor (HAW & HfBK)


Aufruf zur Demonstration
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Aufruf zur Vollversammlung
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Vollversammlung und Demonstration

Aufschlags-Redebeitrag vom FSR zur Vollversammlung:

Liebe Hochschulmitglieder, liebe Interessierten,

ich freue mich im Namen des Fachschaftsrates Soziale Arbeit alle zur heutigen Vollversammlung zu begrüßen.

Wir haben eingeladen, um uns in der Hochschule über die weitere Zuspitzung der Spaltung in Arm und Reich und die eigene Rolle in dieser Auseinandersetzung zu verständigen.

Was haben wir nun an der Hochschule damit zu tun? Dies wollen wir nach unserer Einleitung und einem Betrag von Herrn Ansen mit Euch diskutieren. Anschließend möchten wir mit Euch gemeinsam zur Demo gehen.

Während auf der einen Seite der private Reichtum bei wenigen stetig wächst, soll der Großteil der Bevölkerung den Gürtel enger schnallen und sich immer mehr Bedürfnisse abschminken. So werden mit der aktuellen Kürzungspolitik die Bereiche Soziales, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und weitere öffentliche Dienste zusammengestrichen und die Beschäftigung in diesen Feldern zunehmend prekärer. Dagegen regt sich zunehmend Widerstand. Auf der Internet-Seite vom "Bündnis gegen Rotstift" (Unterstützer der heutigen Demo) heißt es dazu:

"Im Bündnis gegen Rotstift haben sich Wohlfahrts- und Sozialverbände, Gewerkschaften, Studierende, Bewegungsorganisationen wie Attac und Dachverbände zusammengeschlossen, um ein deutliches Zeichen gegen die Politik des SPD-Senats zu setzen." Sie fordern vor allem eine Rücknahme der Kürzungspläne.

Auch die KITAs fordern 25% mehr Personal, um gegen die zunehmende Arbeitsverdichtung zu streiten. Denn gute Arbeitsbedingungen sind die Grundlage für „gute Kinderbetreuung statt bloßer Aufbewahrung“. Diese Forderung hat die Initiative auf einer eindrucksvollen Demo vorletzte Woche mit breitem Bündnis zum Ausdruck gebracht.

In Anlehnung an den Buchtitel "Heißer Sommer", der sich mit der 68er Studentenbewegung in Hamburg befasst, wurde nun in Hochschulen und sozialen Bereichen ein "Heißer Herbst" ausgerufen. Dabei geht es darum gemeinsam den Streit mit der herrschenden Politik aufzunehmen – gerade vor dem Hintergrund der im Dezember stattfindenden Haushaltberatungen und den anstehenden Bürgerschaftswahlen und eine Wende hin zu einer wirklichen Entwicklungsperspektive und darüber hinaus einzufordern. Im Demo-Aufruf ist gefasst, wofür sie steht, nämlich:

"... für gute Arbeit und ihre Ausfinanzierung;

... gegen die Ökonomisierung der sozialen Arbeit und des öffentlichen Dienstes und für die Stärkung der Daseinsvorsorge;

... gegen Armut und für eine gleichberechtigte Teilhabe aller;

... für Kultur für Alle als Ausdruck lebendiger Demokratie;

... für Bildung für Alle von der Kita über Schulen und Hochschulen bis zur Weiterbildung;

... für menschenwürdiges Wohnen - gerade auch für Menschen mit niedrigem Einkommen;

... für Gesundheit für Alle ohne Orientierung auf Gewinne;

... für Mobilität als Grundrecht - bezahlbar und ausreichend angeboten;

... für Umverteilung des gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums: Durch eine gerechte Steuerpolitik kann der sozialen Spaltung entgegen gewirkt und die Arbeit an besseren Lebensbedingungen für alle befördert werden."

Man könnte denken, dass in diesem reichen Land zumindest die meisten dieser Ansprüche selbstverständlich gegeben sein sollten, gleichzeitig wissen wir gerade aus der Sozialen Arbeit heraus, dass kein einziger dieser Ansprüche erfüllt wird und die aktuelle Politik weder dafür wirksam ist, ihnen gerecht zu werden, noch ist sie überhaupt darauf gerichtet. Im Gegenteil: So wird auch in den Hochschulen versucht weiter auf die Zerstörung gemeinsamer Kultur und Verständigung sowie demokratischer Organisation zu setzen - deutlich wurde das zuletzt am sog. Strategiepapier für die Weiterentwicklung der Hamburger Hochschulen. Studierende sollen nur als "Erwerbspersonenpotential" ( was ein anderes Wort für Humankapital ist) für den Standort zählen.

Wir fordern dagegen emanzipatorische Bildung, die darauf gerichtet ist gemeinsam an den Hochschulen eine kritische Handlungsfähigkeit zu erlangen, um für soziale und kulturelle Verbesserungen für alle zu wirken. Das bedeutet die Vereinzelung und Konkurrenz durch Noten und um Masterplätze zugunsten gemeinsamen interessengeleiteten Studierens zu überwinden.

Wir fordern eine Verantwortungsvolle Wissenschaft, die sich mit der Bearbeitung und Lösung gesellschaftlicher Problemlagen für eine soziale, demokratische, ökologisch nachhaltige und friedliche Entwicklung einsetzt und eine dementsprechende Hochschulreform, statt Standortkonkurrenz- und Cluster-Orientierung für die regionalen Wirtschaftsinteressen.

Wir fordern demokratische Hochschulen. Denn am Menschen orientierte und transparente Wissenschaft in Forschung und Lehre gehen in Einheit mit der gemeinsamen Verständigung über deren Inhalte und Ausgestaltung. Daher ist die Überwindung hierarchischer Top-Down-Strukturen mit Kennzahlenfixierung und misstrauischem Kontrollapparat erforderlich.

Wir fordern eine bedarfsdeckende öffentliche Finanzierung für Ausreichend Studienplätze in grundständigen wie für Master-Studiengänge, ein Ende der Personalkürzungen zulasten prekär Beschäftigter (wie z.B. Lehrbeauftragter), die Aufrechterhaltung und den Ausbau gesellschaftlich relevanter Wissenschaften. Die Überwindung der Drittmittelabhängigkeit mit ständigen Bewerbungen auf Ausschreibungen, auf befristete Mittel um die wir uns in Konkurrenz zu anderen balgen sollen und dem ewige Hoffen auf einen neuen Hochschulpakt oder auf Stiftungsgelder, all das hält von den eigentlichen Aufgaben der Hochschulen ab, steht an. Für deren Überwindung ist eine bedarfsdeckende Grundfinanzierung sinnvoll und notwendig.

Diese Entwicklungsherausforderungen für die Hochschulen gehen in Einheit mit den bereits formulierten Ansprüchen an menschliche Entwicklung der Stadt und weisen in dieselbe Richtung: Hinaus aus der Krise – hin zu einem solidarischen Hamburg!

Diese Entwicklungen geschehen aber nicht von alleine, sondern müssen entgegen der Vereinzelung gemeinsam unternommen werden.

 

Der vorhandene geistige und materielle Reichtum der Gesellschaft ist so groß, dass ein würdevolles Leben und damit die vollumfassende kulturelle Entfaltung der Persönlichkeit für alle Menschen möglich wäre. Im Widerspruch zu diesen gesellschaftlich hervorgebrachten Möglichkeiten steht, dass nur eine Minderheit Zugang zu diesem Reichtum  hat.
Die Spaltung zwischen Arm und Reich wird so von den herrschenden Kräften immer weiter vorangetrieben. Diese politische Orientierung, die alles der Geschäftemacherrei unterordnend in eine tiefe Krise geführt hat, soll aktuell durch Fiskalpakt, Schuldenbremse und Co. weiter zum Schaden aller durchgesetzt werden. So werden in Hamburg – einer der reichsten Städte der Welt – seit Jahren völlig unnötig öffentliche Ausgaben gekürzt, die öffentlichen sozialen Einrichtungen teilweise privatisiert und kommerziell ausgerichtet. Das hat überall in der Stadt schweren Schaden angerichtet.

Die ideologische Funktion dieser als Sachzwang pro­pagierten Kürzungspolitik soll dabei vor allem die wach­senden Ansprüche der Bevölkerung auf Er­­füllung sozialer und kultureller Bedürfnisse aller Men­schen bremsen. Stattdessen solle man bescheiden sein und den Gürtel enger schnallen. Doch Schuld an der Krise sind sicherlich nicht zu hohe Ausgaben in Bil­dung, Ge­sund­­heit, Soziales und Kultur. Denn gerade in diesen Be­­rei­chen wird das gesell­schaftliche Leben ge­stal­­tet – ein Ausgang aus der Krise kann gerade hier entwickelt werden (und wird es auch schon). In und aus allen gesellschaft­lichen Be­reichen gilt es deswegen sich nicht bescheiden zu lassen und gegen die Ursachen der Krise aktiv zu werden. Dafür ist zu entwickeln: Solidarität statt Konkurrenz – um ent­gegen des gegeneinander „Klar­kommens“ zusammen für eine grundlegende Ver­bes­serung aller Lebensbereiche einzutreten. Desswegen unterstützen wir die Demonstration „Bringen wir Licht ins Dunkel – Wir sind die Alternative zur Alternativlosigkeit“ – “Damit Soziales, Bildung, Kultur, Wissenschaft, Gesundheit und weitere öffentliche Dienste für alle menschenwürdig ausgebaut werden können, müssen diese Bereiche endlich bedarfsgemäß staatlich finanziert werden.“ (Aus dem Aufruf des Demo- Bündnisses). Bewegung mit dieser Richtung ist der Ausgang aus der Krise in eine hellere Zukunft. Dafür wollen wir unsere gemeinsame Geschichte wieder in die eigene Hände nehmen - für einen heißen Herbst!

Vor der Demo laden wir zur Vollversammlung des Fachbereiches Soziale Arbeit ein, auf der wir uns gemeinsam über die Möglichkeiten eines gesellschaftlich kritisch eingreifenden Bündnisses aus Hochschulen, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und anderen Aktiven verständigen wollen.


Der FSR Soziale Arbeit lädt zur Vollversammlung ein:
Dienstag, 11.11.14, 13:30 Uhr in der Versammlungsstätte
Eingeladen sind alle Mitglieder der Hochschule und darüber hinaus.
 Prof. Harald Ansen wird auf der Versammlung einen Beitrag in Bezug zu Bildung und Sozialem halten.

Im Anschluss wollen wir zusammen zur Demonstration gehen.

FSR Flugblatt zur Vollversammlung
Flugblatt.pdf
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Aufruf zur Demo
DemoAufruf.pdf
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Antikriegstag 2014

1. September 2014, 18:00 Uhr
18:00 │ Auftakt am Kriegsklotz, S-Dammtor/U-Stephansplatz
19:00 │ Kundgebung Barlachstele, Rathausmarkt
19:30 │ Kundgebung Jungfernstieg, Alsteranleger

Nie wieder Krieg! Internationale Solidarität statt Völkerhass

„Ihr aber lernet, wie man sieht statt stiert
Und handelt, statt zu reden noch und noch
So was hätt einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
Daß keiner uns zu früh da triumphiert -
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“
(Bertolt Brecht)

Seit Beginn der 1950er Jahre wurde in der Deutschen Demokratischen Republik der 1. September als „Weltfriedenstag“ bezeichnet, an dem auf Versammlungen zum Eintreten für den Weltfrieden aufgerufen wurde. In der Bundesrepublik Deutschland wird seit 1957 dieser Tag alljährlich als „Antikriegstag“ begangen. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939. Zu diesem 1. Antikriegstag aufgerufen hatte die "Antimilitaristische Aktion", ein Bündnis der Sozialistischen Jugend - Die Falken, der Solidaritätsjugend, der Naturfreundejugend und der Verband der Wehrdienstverweigerer insbesondere vor dem Hintergrund, dass im Juli 1956 in der BRD die allgemeine Wehrpflicht beschlossen wurde und '57 die ersten Wehrpflichtigen in die Kasernen der Bundeswehr einzogen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft seit jeher unter dem Motto „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ zum Antikriegstag auf.

Diese Losung hat bis heute hohe Aktualität: Im Angesicht der zugespitzten weltweiten sozialen Ungleichheit und der verschärften Kriegslage steigt die Verantwortung, die uneingelösten Hoffnungen und Lehren aus der Befreiung vom Faschismus zum Ausdruck zu bringen. Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite und weiter gilt: Kriege brechen nicht einfach aus und kommen auch nicht über uns wie Naturkatastrophen. Kriege werden von Menschen vorbereitet und gemacht – für Profitinteressen und die Geschäftemacherei einiger Weniger. So sollen weltweit – wie in der Ukraine und im Nahen Osten –, selbstsüchtige Interessen mit propagandistischer, ökonomischer und militärischer Gewalt durchgesetzt werden.

Das ist auch gemeint, wenn Bundespräsident Gauck, Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen „Mehr Verantwortung in der Welt“ einfordern: Deutschland müsse seine militärische „Zurückhaltung“ nach den beiden Weltkriegen aufgeben. 69 Jahre nach Gründung der UNO und 65 Jahre nach Verabschiedung des Grundgesetzes soll damit weiter Abschied genommen werden vom völkerrechtlichen Gewaltverbot. Militär und Krieg sollen als Mittel der Politik wieder öffentlich anerkannt werden. Die Bevölkerung lässt sich aber trotz massiver Medienpropaganda und Lügen nicht für Kriege begeistern, die Mehrheit lehnt weiter Kriegseinsätze ab.
Aus dieser noch eher passiven Ablehnung muss ein aktiver, friedensbewegter Widerstand werden, denn: Der Kriegspropaganda, die immer Unheil stiftet, ist massiv zu widersprechen und alles zu unternehmen, was zu gewaltfreien Lebensverhältnissen der Menschen führt.

Die Prinzipien des Gewaltverzichts, der zivilen Konfliktlösung und des gemeinsamen sozialen wie kulturellen Aufbaus, die nach 1945 bis in die 1970er und 80er Jahre hinein bestimmend waren für Institutionen wie die UNO und die OSZE, müssen wieder zur Geltung gebracht werden.
Anstatt weiter an der Rüstungsspirale zu drehen, wie mit den beabsichtigten Waffenlieferungen in den Irak und die Anschaffung neuer militärischer Drohnen, müssen auch in Deutschland Fragen der Rüstungs-Konversion, des Umbaus der Produktion in eine rein zivile, neu auf die Tagesordnung gesetzt werden um das Geschäft mit dem Krieg zu beenden.

Dafür eingreifend engagieren sich bundesweit Hochschulmitglieder, um gegen die Militarisierung und Ökonomisierung der Bildungseinrichtungen einen Mentalitätswechsel hervorzubringen und diese als Orte der Aufklärung für den Frieden und für gesellschaftliche Veränderung zu rekonstituieren. Die Parteinahme der wissenschaftlichen Arbeit der Hochschulmitglieder für den Menschen ist notwendig, um Armut und Unterentwicklung nachhaltig zu überwinden, Fragen der Entspannung, Abrüstung und Konversion tatkräftig anzugehen und echte Schritte dafür zu tun, globale Probleme wie soziale Ungleichheit oder Klimaveränderungen zu lösen.

Daher rufen wir alle Hochschulmitglieder auf,
sich an der Demonstration zum Antikriegstag zu beteiligen!
In Solidarität mit den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen und politischen Kräften in aller Welt engagieren wir uns gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg, für eine Welt des Friedens.

„Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen.“
Martin Löwenberg, Widerstandskämpfer gegen den deutschen Faschismus, KZ-Häftling und Zwangsarbeiter, Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Internationale Solidarität: „Nein zum Krieg in der Ukraine - Gemeinsam für den Frieden“


Die Situation um den Konflikt in der Ukraine eskaliert täglich weiter. Die Faschisten der „Svoboda“-Partei und des „Rechten Sektors“ terrorisieren die Bevölkerung - vor allem GewerkschafterInnen und AntifaschistInnen – geduldet durch EU, NATO, Bundesregierung und fast alle Bundestagsparteien. Luftwaffe, Artillerie und Panzer des ukrainischen Militärs feuern auf die Zivilbevölkerung und eskalieren den Konflikt und werden dabei vom „Westen“ ermuntert. Die deutsche Bundesregierung spielt in der Ukraine-Krise ein verantwortungsloses und gefährliches Spiel. Sie paktiert mit der erst in den letzten Tagen zurückgetretenden Regierung in Kiew, an der auch nach den Neuwahlen Faschisten beteiligt waren. Schon seit Jahren wird mit Geheimdiensten, Stiftungen (Konrad-Adenauer, Friedrich-Naumann, Heinrich-Böll u.a.), Waffen und Geldern aggressiv von außen interveniert, um gewaltsam geostrategische und wirtschaftliche Vorteile zu erlangen. Über 200.000 Menschen sind auf der Flucht. Dagegen regt sich in der Ukraine und weltweit massiv Widerstand.

Außenpolitisch wollte die EU mit dem Assoziierungsabkommen die Ukraine in ihren Machtbereich holen und in das militärische Konzept der „NATO-Osterweiterung“ einbinden.
Die soziale Ungleichheit innerhalb der Ukraine ist die innenpolitische Seite des Konflikts.Die Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten von wechselnden Despoten und Oligarchen durch eine enorme Umverteilung von unten nach oben ausgeplündert worden. Die „Maidan-Proteste“, die sich ursprünglich an der miserablen sozialen Lage entzündet hatten, wurden durch Oligarchen, Militaristen und Nationalisten instrumentalisiert, um die großen privaten Vermögen vor den berechtigten Forderungen nach Umverteilung zu schützen.
Das inzwischen von der Regierung Poroschenko unterzeichnete Assoziierungsabkommen bedeutet weitere Kürzungen und Privatisierungen zu Lasten der Bevölkerung, wie man sie besonders drastisch aus Griechenland, Portugal, Italien und Spanien kennt. Bereits jetzt sind die Lebenshaltungskosten in der Ukraine erheblich gestiegen, während die Löhne und Gehälter von einem ohnehin niedrigen Niveau weiter sinken.
Stattdessen gilt es soziale Bedingungen herzustellen, die allen Menschen ein Leben in Würde ermöglichen.

Weder militärische noch verbale Aufrüstung kann zur Lösung dieses Konflikts führen. In einer solchen Situation wäre es Aufgabe der „Friedenspreisträgerin“ EU und der Bundesregierung für De-Eskalierung zu sorgen.
Ein Weg aus der Krise kann nur über politische Verhandlungen gefunden werden.

Dafür ist unter Anderem erforderlich:

  • Schluss mit dem Säbelrasseln auf allen Seiten
  • Strikte Einhaltung des Völkerrechts in allen internationalen Konflikten
  • Keine Sanktionen, dafür Diplomatie und tatsächliche Kooperation
  • Die Zusammenarbeit mit faschistischen Kräften muss beendet und die rechten Banden entwaffnet und verboten werden
  • Die Einstellung aller Waffenexporte in die Region und atomare wie allgemeine Abrüstung aller Länder (auch durch die Einführung von Zivilklauseln an allen Hochschulen)
  • Keine Erweiterung der NATO, sondern ihre Auflösung
  • die Beendigung der Einmischung aller ausländischen Staaten in die ukrainischen Angelegenheiten, damit die Bevölkerung über ihre Angelegenheiten demokratisch selbst entscheiden kann,
  • den Einzug der Vermögen der Oligarchen, um Investitionen in die Infrastruktur des Landes zu ermöglichen, Arbeitsplätze zu schaffen und für alle Menschen in der Ukraine soziale Sicherheit zu gewährleisten.

Unsere Solidarität gilt allen demokratischen und antifaschistischen Kräften in der Ukraine und darüber hinaus, die sich mutig für Frieden und Völkerverständigung und sozialen Fortschritt einsetzen!

Daher rufen wir zur breiten Beteiligung auf:

Demonstration „Nein zum Krieg in der Ukraine - Gemeinsam für Frieden“
am 28. Juli 2014 um 17.00 Uhr
Start vom „Kriegsklotz“ am Dammtor zum Gerhard-Hauptmann-Platz

Flyer zur Veranstaltung
Flyer Sozialistische Jugend-, und Kinder
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Eckpunkte einer sozialistischen Kinder-, Jugend, und Bildungspolitikals Politik von und mit Kindern und Jugendlichen

Weltweit haben alle Kinder gemäß UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf ein unversehrtes und glückliches Lehen, ein Recht auf Selbstbestimmung, auf Gleichbehandlung, freie Entfaltung, auf Gesundheit, Spiel, Bildung, Fürsorge und Frieden. Doch selten werden ihnen gegenüber die Rechte eingelöst. Weltweit sterben Kinder an Hunger und infolge von Kriegen, Misshandlungen und Missbrauch. In vielen Ländern müssen Kinder hart arbeiten, besuchen keine Schule. Armut bestimmt ihren Alltag. Es ist eine Frage von Reichtum und Armut, von Herrschaft und Unterdrü­ckung. Der gesellschaftlich hervorgebrachte Reichtum ist vorhanden, aber nur wenige haben Zugang dazu.

In Deutschland müssen Kinder nicht verhungern, aber es gibt eine gravierende soziale Spaltung in Arm und Reich. In keinem Land der Europäischen Union ist die soziale Herkunft des Kindes so entscheidend für seine Entwicklung, für seinen Zugang zur Bildung und damit für seine Zukunftsaussichten wie in Deutschland. In Hamburg geben fast 60.000 Kinder und Jugendliche als arm. Die Zustände, die zu Kinder- und Jugendarmut, Ausgrenzungen und Misshandlung führen, wollen wir gemeinsam verstehen, um sie verändern zu können und eine Alternative selbst hervorzubringen. Wesentlicher Bestandteil einer sozialistischen Kinder-, Jugend- und Bildungspolitik ist die Unterstützung der Entwicklung zu kritischen mündigen Menschen, welche gemeinsam für ihre Interessen und Bedürfnisse eintreten.

Wie diese Vorhaben zu erreichen sind, wollen wir zusammen mit Euch und allen interessierten Professionellen, ehrenamtlich mit Kindern Tätigen, mit Eltern, Verbänden und vor allem mit Kindern und Jugendlichen auf unserer jugendpolitischen Fachtagung entwickeln.

Zusammen mit Frau Panitzsch-Wiebe haben wir in der Vorbereitungsgruppe für die Fachtagung mitgewirkt und halten am Freitag eine Begrüßungsrede.

 

Programm:

Freitag, 20. Juni 2014
17.-00 Uhr
Grußworte:
Fachschaftsrat Soziale Arbeit, Andreas Scheibner (Landesfachbereichsvorsitzender Bund, Länder und Gemeinden ver.di Hamburg) und Mehmet Yildiz (Abgeordneter der Bürgerschaft und Fachsprecher für Kinder, Jugend und Familie der Fraktion DIE LINKE) sowie Vorstellung der Tagung

Referate:
17:30 Uhr
Prof. Marion Panitzsch-Wiebe (HAW Hamburg): Kinder und Jugendliche im Sog gesellschaftlicher Verwertungsprozesse

18:30 Uhr
Prof. Michael Klundt (Uni Magdeburg) Kinder- und Jugendpolitik als emanziparorische Selbstregulierung. Danach Konzeptvorstellung und Thesen der Arbeitsgruppen als Vorbereitung für die thematischen Arbeitsgruppen am nächsten Tag

 

Sonnabend, 21. Juni 2014

  • 9:30 Ohr: Vorbereitungsgruppe: Vorstellung der Arbeitsgruppen
  • 10:00 Uhr: Erste Phase: Arbeitsgruppen 1, 3, 5 und 7
  • 14:00 Uhr: Zweite Phase: Arbeitsgruppen 2, 4, 6 und 8
  • 13:00 Uhr: Mittagessen: Internationale Küche mit und ohne Fleisch
  • 17:00 Uhr.

Abschlussplenum
Kommentare der Beobachter/Innen und Vorschläge für die weitere Arbeit. Moderation durch Prof. Sabine Stövesand (HAW Department Soziale Arbeit, ange­fragt) und Leonie Wagner (Verband Offene Kinder und Jugendarbeit).
Danach: Gemeinsamer Ausklang

Kinderhetreuung wird für den Samstag ganztägig angeboten. Anmeldungen dafür bitte per Mail an: veranstaltungen@linksfraktion-hamburg.de

 

Die Arbeitsgruppen

(1) Eigenständige Kinderechte: Kindergrundsicherung
Obwohl das Grundgesetz verspricht, die Würde eines jeden Menschen zu schützen, gilt das für Kinder und Jugendliche augenscheinlich nicht: Ihre angebliche Unmündigkeit ist ein Relikt aus dem Feudalismus; jedes Kind und jeder Jugendliche muss seine grundrechtlich geschützte Eigenständigkeit in einer eigenständigen Grundsicherung realisieren können. W'ir wollen über ein Bündnis gegen Kinder- und Jugendarmut für Hamburg beraten.

Input:
N.N. (AGFW),
Peter Meyer (ver.di FG SKJ) und
Kolja Fuchslocher (Mitarbeiter Fraktion DIE LINKE im Bundestag)

(2) Eigenständige Kinderrechte: selbstbestimmte Partizipation
Die Spielwiesen von Kinderparlamenten und Schüler-Mitbestimmung verhindern eher eine wirkliche Partizipation, als sie sie ermöglichen. Kinder und Jugendliche müssen ihre eigenen Räume wirklich selbst gestalten können — dazu braucht es selbstverwaltete und angemessene Mittel, über die sie allein oder zusammen mit unterstützenden Erwachsenen frei verfügen können.

Input:
Werner Brayer (Kinder- und Familienzentrum Schnelsen) und
Mehmet Yildiz (Abgeordneter der Bürgerschaft Fraktion DIE LINKE)

(3) Für ein« Bildung, die Spaß macht und eine Schule, die bildet
Bildung und soziale Selektion sind Widersprüche. Diese werden auch nicht durch die Ausdehnung der Selektionsschule auf den ganzen Tag aufgehoben, sondern nur durch die Abschaffung der Selektion. Schüler/innen müssen mit eigenen Rechten an der Gestaltung des Unterrichts beteiligt werden. Eine Schule für alle, die jeder und jedem Spaß macht, ist möglich.

Input:
Holger Butt (Lehrer an der Reformschule/Stadtteilschule Winterhude)

(4) Für eine Kita, die für alle da ist. gegen eine Verschulung der Kindheit
Der Ausbau einer Tagesbeireuung, die hauptsächlich damit begründet wird, dass Frauen als Arbeitskräfte besser auf den Markt kommen, macht die Entwer­tung von Kindern besonders deutlich. Eine Kita hingegen, die ihre zeitliche und räumliche Gestal­tung an den Fähigkeiten und Intetessen der Kinder ausrichtet, ist möglich und unterstützt auch die Eltetn und Erzieherinnen. Wir wollen qualitativ gut ausgestattete Ganztagsplätze für alle Kinder beitrags­frei, durch Steuern finanziert.

Input:
Sabine Kümmerle (GF SOAL)

(5) Das Anti-Gewaltprogramm des Hamburger Senats: Gewalt gegen Kinder und Jugendliche?
Um von der Tatsache abzulenken, dass immer noch Jugendliche von Schule und Ausbildung ausgegrenzt werden, kriminalisiert das 10-Säulen-Programm des Hamburger Senats gegen Jugendgewalt eben diese Jugendlichen. Dieses Programm ist ein Beispiel für die derzeitige generalpräventive, kontroll- und sanktionsorientierte Jugendpolitik. Daher sollte es ersatzlos gestrichen und die Mittel dazu den jugendlichen Szenen und Cliquen zur eigenen Verfugung gestellt werden.

Input:
Timm Kunstreich (AKS und Zeitschrift Widersprüche)

(6) Antifa, Occupy, Rote Flora und Schülerinnenstreik: Jugend In Bewegung(en)
Zu allen Zeiten gab es soziale Bewegungen, in denen Kinder und Jugendliche eine besondere Rolle gespielt haben bzw. spielen. Antifa-Gruppen, Occupy, Rote Flora, aber auch die Jugendorganisationen der Gewerkschaften und Parteien können in der Schaffung von alternativen Freiräumen als Vorschein einer neuen Gesellschaft die alte Gesellschaft in Bewegung bringen.

Input:
Leonie Meliones (SOLID Hamburg und Schulstreikbündnis),
N.N. (DIDF Jugend),
N.N. (SJD Die Falken), und
N.N. (Bündnis gegen Rechts/angefragt)

(7) Kinder und Jugendliche haben viele Geschlechter und Kulturen
Kinder und Jugendliche haben 100 Geschlechter und 1000 Kulturen - die hegemoniale Ordnung will ihnen weismachen, dass es nur zwei Geschlechter und eine einzige Kultur gibt. Die sozialen Orte der Kindheit und Jugend sind dagegen immer zugleich Experimentalräume für geschlechtliche und kulturelle Alternativen.

Input:
Marion Panitzsch-Wiehe (Prof. HAW Hamburg)

(8) Gegen Konsumterror - für eine Kultur des Genusses
Die größte Macht, die Kindern und Jugendlichen zugebilligt wird, ist ihre Macht als Konsumenten. Aber statt vielfältiger Sinnlichkeit und gemeinschaftlichen Genusses dominieren Konsumterror und Drogensucht. Auch hier geht es um die Schaffung eigensinniger und eigenständiger sozialer Räume, in denen ein „normaler" Umgang mit Genussmitteln geübt werden kann.

Input:
Bettina PauJ (Uni Hamburg) und
N.N. (SOLID Hamburg)

 

 

Demo - Verbesserungen beginnen... mit Beendigung der Verschlechterungen

Einfach ausdrucken, unterschreiben und somit ein Zeichen gegen die geplanten Kürzungen setzen. Anschließend einfach beim FSR abgeben oder in die graue Urne im Foyer werfen! Tut garantiert nicht weh!
Unterschriftenliste.pdf
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Weitere Infos zur Kampagne unter     http://www.verbesserungen-beginnen.de/
Weitere Infos zur Kampagne unter http://www.verbesserungen-beginnen.de/

Seit Jahren werden auch in Hamburg – einer der reichsten Städte der Welt – völlig unnötig öffentliche Ausgaben fürSoziales, Bildung, Kultur und Gesundheit gekürzt. "Das hat schweren Schaden angerichtet. Die aktuelle Haushaltsplanung des Hamburger Senats wird der erforderlichen Umkehr nicht gerecht. Gewerkschaften, Sozialverbände und verschiedene Einrichtungen begehren zunehmend solidarisch für eine menschenwürdige Entwicklung auf."


Auch der AStA der HAW Hamburg engagiert sich, gemeinsam mit den UnterstützerInnen der Kampagne "Verbesserungen beginnen...", gegen die geplanten Kürzungen im Bereich Bildung, Kultur, Soziales und Gesundheit, die im Dezember mit der Hamburger Haushalt beschlossen werden sollen.

Diese Kürzungen wollen wir so jedoch nicht hinnehmen und rufen daher dazu auf, euch an der Demonstration "Verbesserungen beginnen... mit der Beendigung der Verschlechterungen" zu beteiligen!


Wann: Dienstag, 11.12.2012, um 12:00Uhr

Wo: HAW - Berliner Tor 5
        Von hier aus werden wir zum Hachmannplatz laufen und uns dort mit dem
        zweiten Demozug der Uni Hamburg zu treffen. Gemeinsam wird dann über die
        Mönckebergstraße zum Ballindamm gelaufen, wo dann die
        Unterschriftensammlungen abgegeben werden!

 

ERSCHEINT ZAHLREICH, WIR FREUEN UNS AUF EUCH!!! 

Veranstaltung vom AStA am 01.04.14, 16 Uhr, Berliner Tor 7, Raum 360

Studium als Bravheitsprüfung -Kritischer Praxisbezug oder praxiskonform?
 Ein Beispiel

 

„Das Bewusstsein unserer Polizei, die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes zu achten, wurde ebenso geschärft wie die Bereitschaft der Wissenschaft, die fachlich-praktischen Belange der Polizei als alleinigem Arbeitgeber der Bachelorabsolventen sehr ernst zu nehmen.“

Michael Neumann, Gründungsfestakt der Akademie der Polizei Hamburg, 14.10.2013

„Es ist nicht die Aufgabe des Bildungssystems, der Wirtschaft Arbeitskräfte zuzuführen. Dabei werden Nutzen und Sinn verwechselt. Eine solche Gesellschaft würde kulturell versteppen.“
Richard David Precht, „Schnelle Geschäfte, miese Moral“, im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“, 28.11.2010


Die Wissenschaftsfreiheit wurde 1949 aus der Erfahrung zweier Weltkriege im Grundgesetz (Art. 5) verankert. Die Hochschulen erhielten damit den bis heute geltenden Auftrag mit dafür Sorge zu tragen, dass "nie wieder Faschismus" und "nie wieder Krieg" für alle Zeiten Geltung haben.
Im Streit, ob sich dafür das Bildungssystem strikt an den Anforderungen der Arbeitgeber orientieren oder die allseitige Bildung mündiger Menschen im Zentrum stehen soll, wird Praxiskonformität zwar vielfach als unwissenschaftlich, aufreibend und qualifikationszerstörend erkannt und kritisiert, aber als scheinbar notwendiges Übel hingenommen.
Gleichzeitig wird immer unabweisbarer, dass gerade die Akzeptanz von Übeln dieser Art Teil der Zivilisationskrise ist und durch eine engagiert humanistische Praxis in Wissenschaft und Gesellschaft ersetzt werden muss.
Trotzdem sollen diese Vorhaben seit einigen Jahren stärker behindert werden: Die inzwischen weggekämpften Studiengebühren waren auf soziale Selektion und die Einengung der Studierenden durch die finanzielle Daumenschraube gerichtet.
Dagegen war und ist weiterhin die vertiefte Auseinandersetzung mit den großen Widersprüchen unserer Zeit, z.B. zwischen privatem Reichtum und öffentlicher Armut, technologischem Fortschritt und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen oder Frieden und Militarisierung notwendig.
Auch das weiterhin stark reformbedürftige Bachelor-/Mastersystem mit seinem engen Korsett von Fristen, Prüfungen und inhaltlichen Vorgaben soll alle durch verschärfte Konkurrenz und Bravheitsverordnungen daran hindern kritische Erkenntnisse solidarisch zu verallgemeinern.
Doch kritische Reflektion und Weiterentwicklung der Praxis ist stattdessen für eine erfreuliche Zukunft unverzichtbar.
Ist vor diesem Hintergrund Praxiskonformität weiter vonnöten oder sollen wir uns mehr einem kritischen Praxisbezug widmen? Wie lässt sich dieser Streit an einem zugespitzten Fall des studentischen Bravsein-müssens wie einem Studium an einer Hochschule der Polizei besser verstehen? Diese und andere Fragen wollen wir mit euch versuchen zu klären.
Ihr seid/Sie sind alle eingeladen, mit zu diskutieren.

 

Diskussionsveranstaltung mit

           Thomas Wüppesahl, Bundessprecher BAG Kritische Polizisten, Ex-MdB,
            Ex-Fachbereichssprecher der Hochschule für Polizei Hamburg und

 

           Prof. em. Karl-Georg Schreiner, Politologe, 20 Jahre Professor für Staatsrecht
           an der Hochschule für Polizei Hamburg

           bei Fragen wendet euch an: Eric.Recke@asta.haw-hamburg.de

 

Veranstaltung 01.04.14, 16 Uhr, Berliner Tor 7, Raum 360

Besichtigung KZ Gedenkstätte Neuengamme

Die Soziale Arbeit war im Dritten Reich maßgeblich an der Vernichtung von über 6 Mio. Menschen beteiligt, daher ist es wichtig sich mit den damals wirkenden Mechanismen und Ideologien auch heute noch zu beschäftigen, deshalb plant der FSR Soziale Arbeit eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert an die über 100 000 Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges Häftlinge des größten Konzentrationslagers inNordwestdeutschland waren.
Wir werden an einer 3-stündigen Führung  der Gedenkstätte teilnehmen und anschließend besteht die Möglichkeit individuell die Ausstellungen zu begehen. 
 
Samstag den 16. März 2013, 12:00 Uhr
KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Jean-Dolidier-Weg 75 
21039 Hamburg

Anmeldung:
Bitte meldet euch per Mail bei Jennifer.Koch@haw-hamburg.de an, die Teilnahme ist kostenfrei. 
Infoflyer_Neuengamme
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Projektwoche SoSe16