Am 01.11.2018 findet eine Großdemonstration gegen die Unterfinanzierung der hamburger Hochschulen und aller öffentlichen Einrichtungen statt. Orgasnisiert wird die Demo von den ASten der hamburger Universität, der HAW, HfBK, HCU, TUHH und HFMT.

Die AG Unterfinanzierung lädt im Vorfeld der Demo zu Informationsveranstaltungen ein:

"Wissenschaft für das Allgemeinwohl statt öffentliche Unterfinanzierung


In Deutschland studieren derzeit ca. 2,8 Millionen Menschen an einer Hochschule
und das ist gut so, denn der Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht!
Ein Hochschulstudium, das bedeutet Bildung durch Wissenschaft, sich mit der von uns geschaffenen Welt auseinanderzusetzen und diese weiterzudenken. Kritisch zu sein, und neue Wege für eine lebenswerte Zukunft zu erschließen.


Laut Grundordnung der HAW Hamburg soll Wissenschaft durch Bildung, Forschung und deren Umsetzung nachhaltig die friedliche, soziale, politische, technische, ökologische und ökonomische Entwicklung der Gesellschaft fördern. Dafür bilden
steigenden Studierendenzahlen ein großes Potenzial, weil so viele Menschen an der Gestaltung einer nachhaltig solidarischen und gesunden Gesellschaft mitwirken können.


Doch die jahrzehntelange Unterfinanzierung der Hochschulen hat ihre Spuren hinterlassen: Die Bedingungen für ein sinnstiftende Wissenschaft in Forschung und Lehre werden stark dadurch eingeschränkt.
So bröckeln Decken und Wände, fehlen Räume zum Forschen, Lernen und Begegnen.


Prekäre Beschäftigung und ständiges Geldeintreiben ist weit verbreitet, so dass die Alltagsbewältigung erheblich von den dringenden Fragen wie sozialer Gerechtigkeit,
Erhaltung der Umwelt und nachhaltigen technischen Lösungen abhält.
Die Hochschule wurde gegen den Widerstand vieler Mitglieder zunehmend zur Plattform von Profitinteressen gemacht, wodurch Bildung, Kultur und Wissenschaft für das Allgemeinwohl untergraben werden.
Wir wollen diese Entwicklung nicht hinnehmen!


Wie wir es besser machen, wollen wir bei den folgenden  Veranstaltungen entwickeln:


Auftakt: Was wollen wir eigentlich?!
25.10.2018 – 14 Uhr – Campus Bergedorf, Raum 0.43
Warum sind in einer der reichsten Städte der Welt die Hochschulen so schlecht ausgestattet? Was hat die Politik der Schuldenbremse damit zu tun?
Was können wir tun, um Finanzierung und Wissenschaft zum Wohle Aller zu schaffen? Welche Bedeutung haben dafür die Hochschulmitglieder?
Über Unterfinanzierung, Salutogenese und Studentischen Widerstand. Oder warum brav Studieren krank macht.


Mit Unterstützung der FSRe Life Sciences stellt sich die AG gegen Unterfinanzierung vor. Wir freuen uns mit euch zu diskutieren und freuen uns auf Fragen, Anregungen und Kritik!


Filmabend: „Die Anstalt“
25.10.2018 – 19 Uhr – Kontrabar, Alexanderstr. 1, Raum 0.15
Wir wollen zusammen die September-Folge der Anstalt anschauen und deren Aussagen im Anschluss diskutieren. Was ist die eigentliche Krise? Welche Ängste herrschen im Land? Und was haben Rassismus und rechte Ideologie mit Austerität (Kürzungspolitik) zu tun?
Wir sprechen über mögliche Schritte für eine zivilisierte, sowie international solidarische Gesellschaft und welche Rolle aufgeklärte Bildung in diesem Zusammenhang spielt. Sowohl Zuhörende, als auch Diskussionsfreudige, die ihre Diskussionsanregungen zu dem Thema mitbringen möchten, sind herzlich willkommen! Für Drinks und Snacks ist gesorgt! Wir freuen uns auf euch!


Lesung: „Empört euch“ von Stéphane Hessel
29.10.2018 – 17 Uhr – Alexanderstr. 1, Raum 2.01
Damit Demokratie nicht nur ein Label und hohle Struktur bleibt, bedarf es einer aktiven kritischen Bevölkerung. Die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ schrieb Anfang 2011 kurz nach Erscheinen von „Empört euch!“ über das Buch: „Die Protestschrift eines 93-jährigen Résistancekämpfers begeistert Frankreich: Stéphane Hessel wettert gegen Ungleichheit, Finanzkapital, Fremdenhass.“
Warum soziale Rechte keine Selbstverständlichkeit sind, es eines neuen zivilgesellschaftlichen Aufstands bedarf und was die pazifistische und humanistische Überzeugung des Mitautors der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" ausmacht, welche Bedeutung die eigene Haltung hat und worauf wir hoffen können wollen wir anhand seines Buches ermessen.

 

Eine Schauspielerin wird Auszüge des Buches lesen, worüber wir anschließend ins Gespräch kommen.


Diskussion: Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus
30.10.2018 - 14:00 Uhr - Alexanderstr. 1, Raum 2.08


Mangelnde Hygiene, schlecht versorgte PatientInnen und ausgebrannte MitarbeitInnen sind der alltägliche Normalzustand in deutschen Krankenhäusern. Unsere Gesundheit ist zur Ware und Krankenhäuser zu profitablen Fabriken geworden. Unser Interesse nach einer menschenwürdigen, bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung für jeden Menschen, steht diesen Verhältnissen diametral entgegen. Das Ziel einer solchen Gesundheitsversorgung ist es, ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden aller sicherzustellen, welches in starker Abhängigkeit zu unseren Lebensbedingungen steht.
Ein erster Schritt diese Utopie im Hier und Jetzt zu verwirklichen ist mit der Organisierung in Pflegebündnissen, durch Streiks an den Kliniken und Volksentscheide bundesweit bereits im Gange.
Daher möchten wir euch im Vorfeld der Demonstration für Ausfinanzierung der Hochschulen das Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus vorstellen. AktivistInnen und PflegerInnen aus dem Bündnis werden vor Ort sein, um mit euch gemeinsam die Hintergründe des Pflegenotstandes zu beleuchten und eine konkret umsetzbare Alternative zu diskutieren.

 

 

 


Mit den Veranstaltungen wollen wir Schlaglichter auf die großen gesellschaftlichen
Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen werfen und streiten dafür das Verbrechen zu beenden, dass diese Möglichkeiten nicht zu Wirklichkeiten gemacht machen.
Deshalb fordern wir als Studierende aller Fakultäten der HAW die Ausfinanzierung von Bildung, Kultur und Wissenschaft. Es ist Zeit für eine neue menschenwürdige Haltung. Engagiert euch, geht auf die Straße und hebt eure Stimmen: Gegen die Unterfinanzierung der Hochschulen sowie aller zivilen, öffentlichen Bereiche!


Seid dabei: am 1.11.2018 zur Demonstration:
Für die Ausfinanzierung von Bildung, Wissenschaft und Kultur –
solidarisch für ein lebenswertes Hamburg!"