Änderungen sind rot markiert

9.00 – 14.00 Uhr

Tagung:
Die Wahrheit liegt in der Praxis – stationäre Erziehungshilfen in Hamburg


In 12 Workshops werden Situation, fachliche Entwicklungen, Probleme und Perspektiven dieser Angebotsform in Hamburg aufgezeigt. Alle Workshops werden von KollegInnen aus der Praxis durchgeführt. Die Tagung versteht sich als Beitrag zur Standortbestimmung und fachlichen Weiterentwicklung der stationären Hilfen zur Erziehung.
Wir möchten Sie herzlich zur Teilnahme einladen.


Leitung und Anmeldung: Jutta Hagen, Jack Weber
Raum: Versammlungsstätte


9.00

Uhr Begrüßung
Gabi Brasch, AGFW
Jutta Hagen, Jack Weber, HAW-Hamburg


9.15 Uhr

Stationäre Erziehungshilfen in Deutschland,
Entwicklungen und Perspektiven
Claudia Langholz, Vorsitzende des AFET – Bundesverbandes


10.00 – 13.00 Uhr Workshops inkl. Mittagspause
1.    Partizipative Gruppenarbeit
2.    Junge Volljährige - Übergänge aus stationärer Erziehungshilfe
3.    Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule

4.    Minderjährige Flüchtlinge in        Wohngruppen

5.    Fortbildungskonzept Elternarbeit

6.    Pflegekinderhilfe in Hamburg
7.    Rückkehroption bei familienersetzenden Hilfen
8.    Sozialräumliches Arbeiten in Mutter-Kind-Hilfe
9.    Möglichkeiten und Grenzen von Partizipation
10.   Rückführung in die Herkunftsfamilie
11.   Koordinierungsstelle individuelle Unterbringung
12.   (Vor-)Urteile über stationäre Erziehungshilfen

13.00 - 14.00 Uhr

Podium „Was brauchen stationäre Erziehungshilfen in Hamburg ?“


Ref: Dr. Melanie Leonhard, MdHB, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
       Viola Laux, BASFI-Hamburg
       Ulrike Bülter, Caritasverband für Hamburg e.V.,
       AGFW-Hamburg, Fachausschuss Jugendhilfe
       Prof. Dr. Jack Weber, HAW-Hamburg
Moderation: Olaf Jantzen

10.00 – 17.00 Uhr

Aspekte der Prävention sexualisierter Gewalt


In dem Tagesseminar werden vielfältige Aspekte der Prävention
sexualisierter Gewalt unter Berücksichtigung des Gender- Aspektes anhand fachlicher Inputs und diversen Methoden erarbeitet.

Das Angebot ist für mindestens 12,
maximal 25 Teilnehmer_innen, von BASA und BABE. Anmeldung per Email bei: nicole.setzpfand@haw-hamburg.de
Stichwort bzw. Betreff: Projektwoche
Seminarleitung: Christina Okeke, Sheila Thome
(Externe Referentinnen von Zündfunke e.V.)
Raum: 1.19

12.30 – 16.00 Uhr

FÄLLT AUS: Flucht, Lager und Nationalismus am Beispiel des Lagers Nostorf/Horst
Zweiteiliger Workshop Teil 2 :


Wie viele Menschen sind weltweit auf der Flucht? Wer gelangt nach Deutschland du was erwartet die Menschen dort? Was bedeutet Leben in „Gemeinschaftsunterkünften“? Und was haben die aktuelle Flüchtlingspolitik und Nation(alismus) miteinander zu tun?
Diesen und weiteren fragen wollen wir uns in dem Workshop widmen und uns dabei den drei Themen „Flucht, Lager und Nationalismus“ nähern.
Als Beispiel für die Unterbringung geflüchteter Menschen betrachten wir das Lager Nostorf/Horst.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Menschen, die sich noch nicht eingehender mit dem Thema beschäftigt haben, sich aber gern weiter damit auseinandersetzen wollen.

Wir möchten euch einladen diese Themen mit uns in einer Mischung aus Kurzvorträgen und Reflexion unter die Lupe zu nehmen.
Es erwartet euch also kein 8-stündiger Frontalunterricht. ;-)
Zum Abschluss wollen wir die Frage besprechen inwiefern „Hilfe“ aber auch Widerstand möglich sind.
Referent_Innen : Laura und Daniel von der Antira-Horst- AG
               Raum: 2.03

15.00 – 17.00 Uhr

Alternativschulen. Inwiefern sind sie eine Alternative?


Es gibt vielfältige Kritik an den Regelschulen: Notenterror, Zwang durch Stunden- und Lehrplan, fremdbestimmte Lehrinhalte, Machtausübung durch Lehrende, fehlende Selbstbestimmung und fehlende Eigeninitiativmöglichkeiten. Alternativpädagogen greifen diese Kritik auf und entwickeln davon ausgehend pädagogische Lehrkonzepte, die die Interessen der einzelnen Schüler_innen in den Mittelpunkt stellen. Doch mit welchem Ziel? Anhand eines kurzen Films werden wir gemeinsam darüber diskutieren, welche Alternativen im Lehrkonzept hier versucht werden und wie diese zu beurteilen sind.
Referent_innen: Jutta Hagen, Peter Tiedeken
              Raum: ZG10

17:30 - 19:30 Uhr 

Ein Schritt nach vorn? Analyse einer Methode der Antidiskriminierungspädagogik

In der Antidiskriminierungspädagogik wird eine Vielzahl von spielerischen Methoden genutzt, um für Diskriminierung zu sensibilisieren und für Chancengleichheit zu argumentieren. Exemplarisch soll an der Methode „Privilegientest“/“Ein Schritt nach vorn“ gezeigt werden, dass dabei von einem widersprüchlichen Diskriminierungsbegriff ausgegangen wird. Dieser fasst Diskriminierung einzig als Hürde auf dem „Weg zum Glück“, schließt dabei aber die Einschränkungen, die von rechtmäßigen Exklusionspraktiken ausgehen, von der Kritik aus. Argumentiert wird gewissermaßen für „gleiche Hürden für alle“ und für den Verzicht auf „Privilegien“, die sich bei näherer Betrachtung als äußerst bescheiden erweisen. Geworben wird – nicht nur – mit dieser Methode für das problematische Wunschbild einer „gerechten Konkurrenz“, in der zwar niemand mehr aufgrund einer Gruppenzugehörigkeit diskriminiert werden soll. Die Aufhebung des Ausschlusses von Lebenschancen in Sachen Bildung und Beruf ist damit aber keinesfalls beabsichtigt. Vielmehr sollen Konkurrenzergebnisse akzeptiert werden, wenn sie ohne Diskriminierung und nur nach dem anzuerkennenden Kriterium der „Leistung“ zustande gekommen sind. Auf diese Weise plädiert die Antidiskriminierungspädagogik dafür, jede KonkurrenzteilnehmerIn ganz diskriminierungsfrei entsprechend ihrer imaginierten, höchst-individuellen und naturalisierten inneren Tauglichkeit in zu ihr „passende“ gesellschaftliche Hierarchien einzusortieren.

 

Referent: Prof. Dr. Malte Thran, Professur für Sozial- und Kulturpolitik

18.00 – 20.00 Uhr

Veranstaltung zum Asylrecht mit der Rechtsanwältin Sigrid Töpfer


Übersicht über die bislang geltenden Asyl- und Ausländerrechte für Flüchtlinge, Prozeßschema zu den verkürzten Rechtswegen (die schon lange gelten) und einen Überblick über das ganz neue "Asylbeschleunigungsgesetz", das am 18.10.
verabschiedet wurde. Mit praktischen Hinweisen für die Praxis unter dem Motto: "Begleiten - Verhandeln - Durchsetzen".
Referentin: Sigrid Töpfer
Ansprechpartnerin: Mirjam Groß
Raum: 1.19